Werbung in ChatGPT: Wird die KI-Suche zum neuen Werbekanal?
- Tanja Dirnberger

- 17. Aug.
- 11 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 11 Stunden
Stand: 07. September 2026

INHALTSVERZEICHNIS
Werbung in ChatGPT klingt für viele noch ungewohnt. Schließlich wird ein KI-Assistent vor allem genutzt, um Fragen zu stellen, Texte zu erstellen, Informationen zusammenzufassen oder Produkte und Anbieter zu vergleichen.
Doch genau darin liegt die wirtschaftliche Bedeutung.
Wenn Menschen ein konkretes Problem beschreiben, nach einer passenden Lösung suchen oder eine Kaufentscheidung vorbereiten, entsteht ein Umfeld, das für Unternehmen interessant ist.
Für österreichische Unternehmen ist das inzwischen konkret: Seit 31. August 2026 steht der direkte Zugang zu ChatGPT Ads über den Ads Manager auch in Österreich zur Verfügung. Das bestätigt OpenAI in der aktualisierten Ankündigung zur europäischen Einführung (OpenAI, 2026).
Trotzdem müssen kleine Unternehmen jetzt nicht hektisch ihr Werbebudget verschieben. Die Verfügbarkeit eines neuen Kanals beantwortet noch nicht die entscheidenden Fragen: Erreicht mein Angebot dort die richtigen Menschen? Entstehen qualifizierte Anfragen? Und lohnt sich der Aufwand?
Die spannendere Frage lautet deshalb:
Wie verändert sich Werbung, wenn Menschen ihr Problem in einem ausführlichen Dialog beschreiben – und was bedeutet das für kleine Unternehmen?
Was sind ChatGPT Ads?
ChatGPT Ads sind bezahlte Anzeigen innerhalb von ChatGPT. Die Werbeinfrastruktur umfasst Kampagnen, Anzeigengruppen und einzelne Anzeigen. Unternehmen können unter anderem Budgets und Laufzeiten festlegen sowie unterschiedliche Kampagnenziele verfolgen.
Dabei stehen Ausrichtungen auf Impressionen, Klicks oder Conversions zur Verfügung. Eine Impression ist eine Anzeigeneinblendung. Eine Conversion bezeichnet eine gewünschte Handlung, beispielsweise eine Anfrage oder einen Kauf. Bestimmte Funktionen, etwa Conversion-Gebote, müssen für das jeweilige Werbekonto freigeschaltet sein (OpenAI, o. D.-b).
Für Einsteiger ist vor allem diese Unterscheidung hilfreich:
Die Kampagne legt den übergeordneten Rahmen fest.
Die Anzeigengruppe bündelt zusammengehörige Anzeigen.
Die Anzeige vermittelt das konkrete Angebot.
Die Zielseite erklärt dieses Angebot nach dem Klick und ermöglicht den nächsten Schritt.
Die technische Dokumentation beschreibt außerdem sogenannte „Context Hints“. Das sind frei formulierte Hinweise zu Zielgruppen oder passenden Ausspielungskontexten. Sie sind als Funktion der Anzeigengruppen dokumentiert; daraus folgt jedoch nicht, dass jede technische Option in jedem Konto identisch bedienbar ist (OpenAI, o. D.-a).
Unternehmen können damit nicht jedes beliebige Gespräch gezielt „buchen“. Ebenso wenig bedeutet Kontextsteuerung, dass Werbetreibende die privaten Unterhaltungen ihrer potenziellen Kunden lesen können.
Ist Werbung in ChatGPT in Österreich verfügbar?
Ja. Nach der europäischen Einführung im August ist seit 31. August 2026 auch der Self-Service-Zugang verfügbar. Unternehmen können sich über den ChatGPT Ads Manager anmelden. Österreich und Deutschland werden in der europäischen Ankündigung ausdrücklich genannt.
Laut OpenAI erscheinen Anzeigen bei Nutzern der Free- und Go-Tarife. Die in der Ankündigung genannten kostenpflichtigen Tarife Plus, Pro und Enterprise bleiben werbefrei (OpenAI, 2026).
Für kleine Unternehmen hat sich damit die Ausgangsfrage verändert: Es geht nun darum, ob ein Test zum eigenen Angebot und zur Zielgruppe passt.
Die regionale Einführung bedeutet allerdings keine automatische Freigabe jeder Anzeige. Vor einem Start sollten Unternehmen die im Werbekonto verfügbaren Funktionen, die geltenden Werberichtlinien und die Voraussetzungen für ihr Angebot prüfen.
Warum Werbung in einer KI-Suche anders sein kann
Bei einer klassischen Suche geben Menschen häufig kurze Suchbegriffe ein:
Buchhaltungssoftware Kleinunternehmen
In einer dialogorientierten KI-Suche kann dieselbe Person genauer werden:
Ich suche eine einfache Buchhaltungssoftware für ein österreichisches Einzelunternehmen. Ich schreibe ungefähr 20 Rechnungen im Monat, brauche keine Lagerverwaltung und möchte meine Belege möglichst automatisch erfassen. Welche Lösungen kommen infrage?
Die zweite Formulierung enthält Informationen über Bedarf, Unternehmensgröße, gewünschte Funktionen und Ausschlusskriterien.
Das macht den Dialog als Werbeumfeld interessant. Daraus lässt sich die Möglichkeit ableiten, Angebote stärker auf eine konkrete Situation zu beziehen. Es ist jedoch kein Beleg dafür, dass ChatGPT Ads automatisch besser funktionieren als Suchmaschinenwerbung. Auch etablierte Werbesysteme nutzen längst mehr Signale als einzelne Keywords.
Zusätzlich spielt die Zielseite eine Rolle: OpenAI beschreibt den OAI-AdsBot als System zur Prüfung eingereichter Anzeigenzielseiten. Deren Inhalte können auch dazu dienen, die Relevanz einer Anzeige einzuschätzen (OpenAI, o. D.-d).
Ein mögliches Beispiel aus der Praxis
Angenommen, jemand fragt:
Welche Marketingberatung eignet sich für ein kleines regionales Unternehmen, das seine Website und seine Positionierung überarbeiten möchte, aber keine laufende Agenturbetreuung braucht?
Eine Anzeige könnte in einer solchen Situation auf ein klar abgegrenztes Beratungsangebot hinweisen.
Für das Unternehmen wäre das interessant, weil ein konkreter Bedarf vorliegt. Für die suchende Person wäre es hilfreich, wenn Angebot, Umfang und Voraussetzungen tatsächlich passen.
Das Beispiel beschreibt eine mögliche Anwendung. Es ist keine Zusage, dass eine bestimmte Anzeige bei genau dieser Frage erscheint.
Bezahlte Anzeige, organische Erwähnung und GEO sind nicht dasselbe
Für Unternehmen ist es wichtig, die unterschiedlichen Formen der Sichtbarkeit auseinanderzuhalten.
Bezahlte Anzeige
Ein Unternehmen bezahlt für die Ausspielung einer Werbebotschaft. Die Platzierung ist Werbung und keine unabhängige Empfehlung.
OpenAI erklärt, dass Anzeigen gekennzeichnet und von den Antworten getrennt werden. Werbung beeinflusse die Antworten nicht; Werbetreibende erhielten keinen Zugang zu privaten Gesprächen (OpenAI, 2026).
Organische Erwähnung
Ein KI-System nennt eine Marke, Quelle oder Website innerhalb seiner Antwort, ohne dass diese Nennung als Anzeigenplatz gekauft wurde.
Eine solche Erwähnung ist trotzdem nicht automatisch richtig, vollständig oder eine Qualitätsprüfung. Auch KI-Antworten können Informationen falsch einordnen.
GEO
Generative Engine Optimization, kurz GEO, bezeichnet die Optimierung von Inhalten für ihre Auffindbarkeit und Einordnung in KI-gestützten Antwortsystemen.
Klare Informationen, nachvollziehbare Quellen und eine verständliche Angebotsbeschreibung können dafür eine Grundlage schaffen. Eine bestimmte Nennung lässt sich damit nicht garantieren.
Klassische SEO
Suchmaschinenoptimierung verbessert die technische und inhaltliche Grundlage einer Website für ihre organische Auffindbarkeit.
Ein Anzeigenbudget kauft somit keine bevorzugte Behandlung in der organischen KI-Antwort. Und GEO ist keine andere Bezeichnung für ChatGPT Ads.
Mehr zu den Grundlagen findest du im Beitrag KI und SEO: Wie sich die Suche verändert.
Wird ChatGPT damit zur neuen Suchmaschine?
ChatGPT wird unterschiedlich genutzt: als Schreibwerkzeug, als Assistent im Arbeitsalltag oder zur Recherche und zum Vergleich von Angeboten.
Aus Marketingsicht ist die Bezeichnung zweitrangig. Entscheidend ist, dass dort Such- und Entscheidungsprozesse stattfinden können.
Ein Dialog ermöglicht es, Anforderungen schrittweise zu präzisieren. Eine Person kann zunächst ein Problem beschreiben, anschließend Lösungswege vergleichen und zuletzt konkrete Anbieter prüfen.
Daraus ergibt sich eine mögliche Rolle für Werbung: Sie kann ein Angebot in einer Phase sichtbar machen, in der Menschen noch klären, welche Lösung sie überhaupt benötigen.
Ob das langfristig funktioniert, hängt auch vom Nutzungserlebnis ab. Eine hilfreiche Anzeige kann Orientierung ergänzen. Eine unpassende Anzeige kann stören – besonders dann, wenn Menschen eine sachliche Antwort erwarten.
Wie KI bereits die Vorauswahl von Anbietern beeinflussen kann, erklärt der Beitrag Wenn KI beim Kauf mitentscheidet: Wie Unternehmen in die engere Auswahl kommen.
Welche Chancen entstehen für kleine Unternehmen?
Die folgenden Chancen sind eine Marketing-Einordnung. Sie beschreiben sinnvolle Einsatzmöglichkeiten, keine garantierten Ergebnisse.
1. Konkrete Anliegen erreichen
Kleine Unternehmen können mit ihrem Budget selten alle Menschen ansprechen, die sich grob für ein Thema interessieren.
Interessanter sind Situationen, in denen ein konkretes Problem auf ein passendes Angebot trifft. Ein ausführlicher Dialog kann Hinweise auf solche Situationen enthalten.
Für einen regionalen Dienstleister wäre beispielsweise ein klar umrissenes Anliegen wertvoller als allgemeines Interesse an seiner Branche.
2. Erklärungsbedürftige Angebote verständlich machen
Beratung, Software und spezialisierte Dienstleistungen benötigen häufig mehr Erklärung.
Wenn Menschen bereits Anforderungen und Alternativen besprechen, kann ein passendes Angebot an diese Überlegungen anknüpfen. Dafür muss die Anzeige klar vermitteln, welches Problem sie aufgreift und für wen die Leistung gedacht ist.
Allgemeine Aussagen wie „Ihre innovative Lösung für jeden Bedarf“ helfen dabei wenig.
3. Anfragen und Termine als Ziele nutzen
Die dokumentierten Messereignisse umfassen neben Käufen auch Kontaktanfragen, Terminbuchungen, Registrierungen, Testphasen und kostenpflichtige Abonnements.
Damit lassen sich auch Handlungen abbilden, die für Dienstleister und B2B-Unternehmen relevant sind (OpenAI, o. D.-e).
Ein gemessener Kontakt ist allerdings noch keine qualifizierte Anfrage. Ob daraus ein passender Kunde wird, muss das Unternehmen zusätzlich beurteilen.
4. Mit begrenzten Tests Erfahrungen sammeln
Ein kontrollierter Test kann zeigen:
welche Werbebotschaft qualifizierte Besucher anspricht,
welche Zielseite Anfragen oder Anmeldungen unterstützt,
welche Kosten pro gewünschter Handlung entstehen,
und ob die gewonnenen Kontakte zum Unternehmen passen.
Solche Erkenntnisse entstehen aus Kampagnenergebnissen und eigenen Kundenkontakten. Sie setzen keinen Einblick in private Chatgespräche voraus.
Welche Risiken und offenen Fragen gibt es?
Neue Werbekanäle werden gern als günstige Geheimwaffe verkauft. Meist dauert es nicht lange, bis daraus ein Anzeigenkonto mit Budgetbedarf, Streuverlusten und Auswertungsarbeit wird.
Auch ChatGPT Ads sollten Unternehmen nüchtern beurteilen.
Passender Kontext ist noch keine Kaufbereitschaft
Eine Person kann ausführlich über ein Problem sprechen und trotzdem lediglich Informationen sammeln.
Deshalb reicht es nicht, dass eine Anzeige thematisch passt. Entscheidend ist, ob daraus Handlungen entstehen, die für das Unternehmen einen Wert haben.
Kennzeichnung ersetzt nicht die Verantwortung für die Werbebotschaft
Eine Anzeige sollte keine unabhängige Empfehlung vortäuschen. Aussagen wie „Von ChatGPT empfohlen“ wären durch eine gebuchte Anzeigenplatzierung nicht begründet.
Für die eigene Kommunikation gilt: Leistungen präzise beschreiben, Versprechen belegen und Bedingungen verständlich machen.
Kosten lassen sich nicht pauschal vorhersagen
Aus den verfügbaren Gebots- und Optimierungsoptionen lässt sich kein allgemeingültiger Klickpreis für österreichische Kleinunternehmen ableiten.
Für eine Budgetentscheidung zählen deshalb die tatsächlichen Ergebnisse des eigenen Tests. Besonders relevant sind:
Kosten pro qualifizierter Anfrage,
Kosten pro gebuchtem Termin,
Kosten pro gewonnenem Kunden,
und der wirtschaftliche Wert dieses Kunden.
Günstige Klicks können teuer werden, wenn daraus keine passenden Kontakte entstehen.
Die Erfolgsmessung braucht Vorbereitung
OpenAI bietet einen Messpixel zur Erfassung von Website-Ereignissen. Die Dokumentation enthält auch eine Einwilligungssteuerung, die entsprechend eingerichtet werden muss (OpenAI, o. D.-c).
Vor der Einbindung sollten Unternehmen klären, welche Daten sie benötigen, wie die Messung mit ihrer Einwilligungsverwaltung zusammenspielt und welche Datenschutzinformationen anzupassen sind.
Auch bei einer serverseitigen Datenübertragung ist die rechtliche Prüfung nicht automatisch erledigt. Technische Einrichtung und zulässige Verarbeitung sind zwei eigene Aufgaben.
Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Marketing-Einordnung und keine Rechtsberatung.
Ersetzen ChatGPT Ads künftig Google Ads?
Für kleine Unternehmen ist ein vollständiger Wechsel allein wegen der neuen Verfügbarkeit nicht begründet.
Sinnvoller ist es, den zusätzlichen Kanal anhand derselben wirtschaftlichen Fragen zu beurteilen wie bestehende Maßnahmen.
Dabei können sich unterschiedliche Aufgaben ergeben:
SEO und GEO unterstützen die organische Auffindbarkeit.
Google Ads können Menschen in passenden Suchsituationen erreichen.
ChatGPT Ads bieten einen zusätzlichen bezahlten Kontaktpunkt in KI-Dialogen.
Die eigene Website erklärt das Angebot und ermöglicht Anfragen, Anmeldungen oder Käufe.
E-Mail-Marketing kann den Kontakt zu Interessierten weiterführen.
Die Grenzen sind dabei nicht starr. Sowohl klassische Suche als auch KI-Dialoge können frühe Informationssuche und konkrete Kaufabsichten enthalten.
Welche Kombination funktioniert, hängt vom Angebot, der Zielgruppe und den Ergebnissen ab.
Warum die eigene Website dadurch noch wichtiger wird
Werbung kann Aufmerksamkeit einkaufen. Sie kann aber eine unklare Website nicht reparieren.
Auch eine passend ausgespielte Anzeige hilft wenig, wenn die Zielseite anschließend nicht erklärt:
was das Unternehmen anbietet,
für wen das Angebot gedacht ist,
welches Problem gelöst wird,
was die Leistung umfasst,
was sie kostet oder wovon der Preis abhängt,
welche Belege Vertrauen schaffen,
und welcher nächste Schritt möglich ist.
Die Zielseite hat damit zwei Aufgaben: Sie muss Besuchern Orientierung geben und das Angebot verständlich beschreiben. Dass OpenAI Anzeigenzielseiten auch zur Relevanzeinschätzung heranziehen kann, verstärkt die Bedeutung einer sauberen Informationsbasis (OpenAI, o. D.-d).
Prüfe deshalb vor einem Test:
Findet eine Person auf meiner Zielseite genügend Informationen, um den nächsten Schritt zu machen?
Wenn die Antwort Nein lautet, liegt dort die dringendere Aufgabe. Sonst wird lediglich schneller Geld auf eine unklare Seite geschickt – auch eine Form von Effizienz, nur leider in die falsche Richtung.
Was sollten KMU und Selbstständige jetzt tun?
Für österreichische Unternehmen ist der direkte Zugang inzwischen möglich. Ob du ihn nutzt, sollte sich an deiner Ausgangslage orientieren.
1. Prüfe, ob dein Angebot für einen Test bereit ist
Du brauchst ein konkretes Angebot, eine passende Zielseite und ein klares Ziel.
Das kann ein Produktkauf sein, aber auch eine Beratungsanfrage, eine Terminbuchung oder eine Newsletter-Anmeldung. Ein kostenpflichtiges digitales Produkt ist keine zwingende Voraussetzung. Bei kostenlosen Downloads solltest du allerdings wissen, wie der Kontakt anschließend sinnvoll weitergeführt wird.
2. Definiere ein wirtschaftliches Ziel
„Mehr Reichweite“ ist für einen ersten Test oft zu ungenau.
Lege fest, welche Handlung du erreichen möchtest und woran du ihre Qualität erkennst. Bei einer Anfrage könnten das beispielsweise passende Unternehmensgröße, Region und tatsächlicher Bedarf sein.
Bei einem Freebie zählt neben den Downloadkosten auch, ob du damit Menschen erreichst, für die deine späteren Angebote relevant sind.
3. Sammle echte Kundenfragen
Nutze Fragen aus Verkaufsgesprächen, E-Mails, Beratung und Support.
Welche Probleme beschreiben deine Kunden? Welche Voraussetzungen haben sie? Was möchten sie ausdrücklich vermeiden?
Diese Informationen helfen dir, Anzeigen und Zielseiten konkreter zu formulieren.
4. Konzentriere den ersten Test
Wähle zunächst ein Angebot, ein Zielgebiet und eine gewünschte Handlung.
Für ein österreichisches Kleinunternehmen kann es sinnvoll sein, mit dem eigenen regionalen Markt zu beginnen. Mehrere Länder und sehr unterschiedliche Zielgruppen gleichzeitig erschweren die Auswertung.
5. Lege Budget und Auswertung vorher fest
Bestimme einen Betrag, den du für den Test einsetzen kannst, und einen Zeitpunkt für die Auswertung.
Halte vorab fest:
Was soll erreicht werden?
Welche Kosten wären wirtschaftlich vertretbar?
Welche Ergebnisse sprechen für eine Fortsetzung?
Wann wird angepasst oder pausiert?
Bei wenigen Ergebnissen bleibt die Aussagekraft begrenzt. Einzelne Klicks oder eine einzige Anfrage belegen noch keine stabile Leistung.
6. Prüfe Messung und Datenschutz vor dem Start
Teste, ob deine gewünschten Handlungen korrekt erfasst werden und die Einwilligungssteuerung funktioniert.
Vermeide, dass ein einfacher Seitenbesuch versehentlich als erfolgreicher Lead zählt. Sonst sieht die Kampagne im Bericht besser aus, als sie im Alltag ist.
7. Vergleiche mit bestehenden Maßnahmen
ChatGPT Ads sollten sich an ihrem Beitrag zum Geschäftsergebnis messen lassen.
Vergleiche die Kosten und die Qualität der Kontakte mit deinen bisherigen Kanälen. Berücksichtige auch den Aufwand für Einrichtung, Anzeigen, Zielseiten und laufende Betreuung.
Checkliste: Ist dein Unternehmen für Werbung in ChatGPT vorbereitet?
Ist dein Angebot im Werbekonto zulässig und für den gewünschten Markt einsetzbar?
Hast du ein konkretes Ziel?
Weißt du, welche Kundenprobleme dein Angebot löst?
Gibt es eine passende Zielseite?
Wird dort schnell klar, was du anbietest und für wen?
Sind Umfang, Voraussetzungen und Preisfaktoren verständlich?
Gibt es nachvollziehbare Vertrauensbelege?
Ist der nächste Schritt eindeutig?
Funktioniert die Messung der gewünschten Handlung?
Sind Datenschutz und Einwilligungen geprüft?
Sind Testbudget und Auswertung festgelegt?
Beurteilst du die Qualität der Kontakte zusätzlich zu den Klickzahlen?
Wenn mehrere Punkte offen sind, beginne mit diesen Grundlagen. Gute Vorbereitung ist ebenfalls Marketingarbeit – nur ohne blinkenden Kampagnenknopf.
Fazit: ChatGPT ist ein Werbekanal – die Wirtschaftlichkeit entscheidet
Mit dem direkten Zugang in Österreich ist Werbung in ChatGPT eine praktische Option geworden.
Für kleinere Unternehmen kann ein Test interessant sein, wenn ein konkreter Bedarf auf ein verständliches Angebot trifft. Ob daraus wirtschaftlich sinnvolle Ergebnisse entstehen, muss sich jedoch im jeweiligen Unternehmen zeigen.
Die wichtigsten Grundlagen bleiben:
eine klare Zielgruppe,
ein nachvollziehbarer Nutzen,
eine passende Zielseite,
ein begrenztes Budget,
und eine Auswertung, die über Klickzahlen hinausgeht.
Prüfe deine Voraussetzungen und teste gezielt, wenn Angebot, Zielseite und Messung bereit sind.
Wenn dir bei Zielgruppe, Nutzen oder den nächsten Marketingschritten noch die Orientierung fehlt, unterstützt dich der kostenlose Marketing-Kompass für Einsteiger. So schaffst du die Grundlage, um auch neue Werbekanäle bewusst zu beurteilen.
.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gibt es bereits Werbung in ChatGPT?
OpenAI verfügt inzwischen über eine eigene Infrastruktur für ChatGPT Ads. Dazu gehören Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen, Budgets, geografische Ausrichtung, Produktfeeds und Conversion-Messung. Die konkrete Verfügbarkeit kann vom Markt und vom jeweiligen Werbekonto abhängen.
Kann jedes Unternehmen ChatGPT Ads schalten?
Nicht automatisch. Für die Nutzung ist ein geeignetes beziehungsweise freigeschaltetes Werbekonto erforderlich. Außerdem können geografische Verfügbarkeit und einzelne Funktionen unterschiedlich ausgerollt werden.
Sind Anzeigen in ChatGPT Empfehlungen der KI?
Nein. Eine bezahlte Anzeige ist eine Werbeplatzierung. Sie muss von einer organischen Erwähnung unterschieden werden, die innerhalb einer regulären KI-Antwort entsteht. Auch eine organische Erwähnung ist allerdings keine Garantie dafür, dass alle Angaben richtig oder vollständig sind.
Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT Ads und GEO?
Bei ChatGPT Ads bezahlt ein Unternehmen für die Ausspielung einer Anzeige. GEO verbessert Inhalte so, dass KI-Systeme sie leichter finden, verstehen und einordnen können. GEO kann eine organische Sichtbarkeit unterstützen, garantiert aber keine Nennung.
Werden ChatGPT Ads Google Ads ersetzen?
Kurzfristig ist das nicht zu erwarten. Google Ads ist ein etablierter Werbekanal mit großer Reichweite und ausgereiften Funktionen. ChatGPT Ads könnten zusätzliche Situationen abdecken, in denen Menschen Probleme ausführlich beschreiben und Entscheidungen in einem KI-Dialog vorbereiten.
Können auch Dienstleister in ChatGPT werben?
Grundsätzlich ist das Werbesystem nicht nur auf Onlinekäufe ausgerichtet. Als messbare Conversions sind unter anderem Leads, Terminbuchungen, Registrierungen und Testphasen vorgesehen. Das kann den Kanal auch für Dienstleister und B2B-Unternehmen interessant machen.
Wie lässt sich der Erfolg von ChatGPT Ads messen?
OpenAI bietet einen Messpixel und eine Conversions API an. Damit können unter anderem Seitenaufrufe, Leads, Termine, Registrierungen und Käufe erfasst werden. Unternehmen sollten vor dem Einsatz prüfen, welche Einwilligungen und Datenschutzinformationen erforderlich sind.
Quellen:
OpenAI. (2026, 18. August; aktualisiert am 31. August). ChatGPT Ads expands across Europe.
OpenAI. (o. D.-a). Ad groups. OpenAI Developers. Abgerufen am 7. September 2026.
OpenAI. (o. D.-b). Campaigns. OpenAI Developers. Abgerufen am 7. September 2026.
OpenAI. (o. D.-c). Measurement pixel. OpenAI Developers. Abgerufen am 7. September 2026.
OpenAI. (o. D.-d). Overview of OpenAI crawlers. OpenAI Developers. Abgerufen am 7. September 2026.
OpenAI. (o. D.-e). Supported events. OpenAI Developers. Abgerufen am 7. September 2026.

Marketing beginnt mit Klarheit
Der kostenlose Marketing-Kompass hilft dir, die wichtigsten Marketing-Bausteine zu verstehen, sinnvoll zu priorisieren und Schritt für Schritt ins Tun zu kommen.
To display the Widget on your site, open Blogs Products Upsell Settings Panel, then open the Dashboard & add Products to your Blog Posts. Within the Editor you will only see a preview of the Widget, the associated Products for this Post will display on your Live Site.
Start your 14 days Free Trial to activate products for more than one post.
icon above or open Settings panel.
Please click on the



